Unser Tal - das Safiental

Bevölkerung
Geschichte
Geographie
Geschichtliches von Safien
Der Zugang zum Tal erfolgte aus topographischen Gründen vor allem über verschiedene Pässe. Es wird vermutet, dass schon zu römischer Zeit ein Weg von Pitasch übers Güner Lückli via Safierberg nach Splügen führte. Die ersten Siedler waren offenbar Romanen. War ihre Aufagbe etwa die Gewährleistung eines geordneten Verkehrs auf diesem Weg? Die ersten Walser müssen noch vor 1331 aus dem Rheinwald ins Tal gekommen sein. Sie regelten ihre Beziehungen zu den Grundherren (hauptsächlich Kloster Cazis) und zu den Inhabern der Gebietshoheit (anfänglich Freiherren von Vaz) durch Verträge, die ihnen politische und persönliche Freiheiten liessen.

Die wenig dichte romanische Bevölkerung hat sich wahrscheinlich sehr rasch mit den Walsern vermischt. Noch heute erinnern Orts- und Flurnamen an diese Zeit.

Die Pestjahre hinterliessen grosse Lücken im Tal. Insgesamt starben 286 Personen in den Jahren 1550 und 1629/30 an dieser Seuche.

1526 trat Safien zur Reformation über.

Ein wichtiges Ereignis war die Eröffnung der Strasse 1883/85. Trotz dieser neuen Orientierung nach Norden behielten die Pässe - etwa der Glaspass, als Verbindung nach Thusis - ihre Bedeutung noch viele Jahre. Erst als in den dreissiger Jahren das Postauto die Postkutsche ersetzte, wurden die Verbindungen rascher und bequemer. (Winteröffnung erst ab 1953/54).

1951 wurde mit dem Beginn des Kraftwerkbaus eine Ära der Prosperität und der finanziellen Unabhängigkeit der Gemeinde eingeleitet.